ÜBER DIESES PROJEKT

MEINE ALTKLEIDERSAMMLUNG ist Teil meiner Bachelorarbeit MeMake.

Ich habe mich mit den Hintergründen des Selbermachens in der Handarbeitsszene beschäftigt:

was motiviert uns etwas selbst zu machen, wenn wir es,
meist günstiger, professioneller verarbeitet und schneller verfügbar, kaufen könnten?

Neben all den gesellschaftskritischen Aspekten, politischen Motivationen und nachhaltigen Gründen,
steht für viele vor Allem der Spaß am Machen im Vordergrund. Weitere Gründe wie Individualität
und der aktuell herrschende „Selfness“ Trend gaben mir dann eine weitere wichtige Richtung an,
in die ich meine Arbeit verfolgt habe:

Viele junge Menschen, die umgeben sind von oberflächlichen, schnelllebigen Dingen, sehnen sich zurück zu einem einfacheren Leben, hinterfragen ihr Konsumverhalten
und möchten lieber wenige Dinge, die ihnen mehr bedeuten. Diese Suche nach Bedeutung ist in der Arbeit immer wichtiger geworden und hat sich eben in der Nutzung
von alten Kleidungsstücken wieder gefunden. Die Geschichten die darin stecken, sind Grundlage für die Vorstellung diese Sammeln zu wollen.

In der Recherche zum Thema Nachhaltigkeit und Upcycling fand ich die Aussage, dass Müll nur ein Wertezuteilungssystem ist und jeder von uns individuell bestimmt,
was für ihn selbst Müll ist. Genauso ist es auch mit den Kleidungsstücken, die man in den Altkleidercontainer wirft. Für die einen ist es nicht mehr tragbar,
für jemand anderen steckt es noch voller Potential. Daher empfinde ich den Namen „meine Altkleidersammlung“ als ziemlich passend, da es mit der Wertevorstellung von Kleidung spielt.
Die negativ konnotierten Altkleider sind es für mich Wert gesammelt zu werden, bzw. die Geschichten dahinter und die Geschichte, die du darin fortführen wirst.

Ich bin übrigens Jessica Linder vom Blog www.jessicali.de bzw. Instagram: www.instagram.com/jessicali.de

Ich nähe nun mittlerweile schon seit 6 Jahren und schließe mit dieser Arbeit mein Modedesign Studium an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim ab.

Ich möchte euch da draußen inspirieren eure eigene Kleidung zu nähen und ein bisschen mehr herum zu experimentieren.

Meine ersten Nähprojekte habe ich damals auch mit Second Hand Teilen gemacht, denn es war für mich ein befreiendes Gefühl einfach herumprobieren zu können,
ohne teures Material zu gefährden! Viele Dinge sind schief gegangen aber ich habe unglaublich viel dabei gelernt und möchte dir Mut dabei machen eigene Nähprojekte umzusetzen!

Die Anleitungen sind allgemein sehr offen formuliert, da ich es dir überlassen möchte, über Details und Verarbeitung zu entscheiden. Ich erkläre nur die wichtigsten Schritte,
wie du zu dem Kleidungsstück kommst, den Rest musst du selbst überlegen. So lernst du meiner Meinung nach am Besten nähen. Denn wenn ich dir jeden Schritt vorkaue,
musst du nicht mehr nachdenken und verstehst das Kleidungsstück am Ende doch nicht besser. Gerade durch „Fehler“ lernst du ja am Besten,
dass es so nicht ging und du einen neuen Weg suchen musst.Glaub mir: das hat bei mir super geklappt! (:

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Stöbern!